PERRY RHODAN 2537 - "Der Handelsstern" - Leo Lukas

Cover "Der Handelsstern"Autor: Kyr

Dies ist also mein erster Beitrag. In loser Folge werde ich mich den PERRY RHODAN-Heften der Erstauflage widmen. Ich möchte dabei betonen, dass es sich nicht um Rezensionen handelt, sondern um absolut persönliche Meinungsäußerungen.  Den Anspruch an Rezensionen kann und will ich gar nicht erfüllen.

Und noch ein Hinweis: Ich bekomme die Hefte immer deutlich verzögert, was im Abo begründet ist. Dann muss ich sie noch lesen und einen Text dazu schreiben. Und das alles mache ich nur, wenn ich die entsprechende Motivation dazu verspüre. Lange Rede, kurzer Sinn: Diese Texte erscheinen deutlich verzögert und unregelmäßig.

In diesem Heft erfahren wir etwas über das Innere eines Handelsstern, ansonsten würde der Titel des Heftes auch keinen Sinn machen. Diese Handelssterne scheinen auch aus einzelnen Abteilungen zu bestehen, Stichwort »Kabinett«; dieses Konzept scheint den Expokraten gut zu gefallen.

Hauptpersonen sind Satwa, eine Tefroderin, und Pü S'Karbunc, ein intelligentes, übergroßes Furunkel, meinetwegen auch einer Eiterbeule, so ganz klar wurde mir das nicht. Die beiden gehen jedoch eine Art von Mentalsymbiose ein. Dann müssen sie diverse Prüfungen über sich ergehen lassen.
Dies alles dient nur dem Zweck, dass der Frequenzfolger Vastrear einen neuen Adjutanten bekommt, eine Autochthon-Ordonnanz. Vastrear ist der Kommandant dieses Handelsstern namens FATICO.
Nebenbei fliegt auch Perry durch die Gegend und erforscht auch Handelssterne, zuerst einen »ausgebrannten« Handelsstern, dann zufälligerweise natürlich FATICO.
Zum Ende des Heftes kommt dann heraus, dass Satwa mehr oder minder für die Zündung der Sonne Sicatemo verantwortlich ist. Außerdem tüftelt sie einen Plan aus, um Perry und Gefolgschaft in die Gewalt des Frequenzfolgers zu bringen. Dies gelingt dann auch, Heft vorbei. Perry steckt mal wieder in der Klemme.

Die Handlung als solche ist wenig spannend, aber Leo Lukus macht trotzdem einen unterhaltsamen und gut lesbaren Roman draus. Man lernt noch etwas mehr über die Frequenzmonarchie, nämlich dass die Frequenzfolger auch nur irgendwelche unteren Chargen sind, darüber stehen noch die Frequenzmittler.
Man kennt das aus der PR-Serie, es gibt immer diese Hierachiestufen. Anfänglich sind die unteren Knallchargen ziemlich übermächtig, am Ende des Zyklus werden sie nur noch beilkäufig erwähnt und sind intelligente Gummibärchen.
Leo Lukas schreibt wieder im flapsigen Stil, meistens geht das auch gut, aber manchmal geht es dann doch mit ihm durch. Beispiel: »Versuch nicht, auch noch die Ata-Ri und den Komodor ins Spiel zu bringen! - Ich sage nur Sinkler. Der konnte nicht mal grüßen.«
Ich habe nicht mit Tränen in den Augen, schenkelklopfend auf dem Boden gelegen, aber das ist wohl meinem wenig entwickelten Humor zuzuschreiben. Auch eine Szene in der Gucky und Mondra Diamond Ballet tanzen ist nicht lustig und auch nicht von Belang. Sei's drum.

Apropos Namen: bei Lukas suche ich immer mehr als bei den anderen Autoren nach Anspielungen bei den Namen. Und ich glaube diesmal etwas wirklich Lustiges gefunden zu haben. Dazu muss man wissen, dass eigentlich alle Namen in der Serie deutsch ausgesprochen werden (sollen). Aber ich fand den Frequenzfolger Vastrear.
Nehmen wir also »vast« und »rear« ergibt sich das wunderbare »Riesenarsch". Riesenhintern sagt ja keiner.

Alles in allem habe ich mich bei dem Lesen des Romans kaum oder nur wenig gelangweilt, was insbesonderem Stil von Leo Lukas zu verdanken ist. Gewünscht hätte ich mir mehr Informationen über den Handelsstern und die Frequenzmonarchie, aber mehr durfte wohl noch nicht durchsickern.
Unklar war mir vor allem, warum Perry & Co den ausgebrannten Handelsstern nicht näher untersuchen. War der nicht schön genug? Stand draußen dran »Fliegt weiter, hier gibt es nichts zu sehen«? Und natürlich ist das Kommandounternehmen von Perry völliger Unsinn. Mit ein paar Leuten mal eben so einen riesigen Handelsstern »untersuchen«. Da war der Vorschlag von Atlan (massiver Flotteneinsatz) etwas besser durchdacht, aber sonst säße Perry jetzt nicht in der Klemme und man hätte keinen Spannungsbogen.

Freuen wir uns also auf das nächste Heft »Aufbruch der LEUCHTKRAFT« von Uwe Anton und Robert Feldhoff.

 

DER HANDELSSTERN
PERRY RHODAN 2537
Leo Lukas
Heftroman
Verlagsunion Pabel-Moewig
ca. 60 Seiten, € 1,85

Coverabbildung Copyright VPM

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