PR2558 - DIE STADT AM ENDE DES WEGES - Marc A. Herren

Cover PR 2558Autor: Kyr

Es ist schon eine ganze Zeit her, dass wir Alaska Saedelaere verliessen. Das war in 2539 (SCHREINE DER EWIGKEIT), ebenfalls von Marc A. Herren verfasst. Sieht so aus, als ob dieser sich mit dem »kosmischen Menschen« Saedelaere auseinander zu setzen hätte.

Wir erinnern uns, Alaska ist mit der Kosmokratenwalze LEUCHTKRAFT unterwegs, um die Enthonin Samburi Yura zu finden. Dazu hat sie ihm versteckte Koordinaten mittels ihrer Sternjuwelen »zukommen« lassen. Auch DAN der Bordrechner der LEUCHTKRAFT hat keine Ahnung, wo das nun wieder sein soll, typischer Fall von Kosmokratentechnik, die im entscheidenden Moment immer nichts nützt.
So ist Alaska anfänglich auch mal wieder in einem Bereich der LEUCHTKARFT, der nicht unter DANs Kontrolle steht. Alaska glaubt, dass es sich dabei um ein Refugium von Samburi Yura handelt und sich die Umgebung aus Teilen des Bewusstseins des/der Besucher/s immer neu erzeugt.

In diesem Falle findet sich ziemlich viel aus »Alice im Wunderland«. Alaska trifft auf ein paar »Proto-Enthonen« und auf einen einsamen Baum in der Wüste, an dem ein Anzug der Vernichtung hängt. [Einschub: Ich hatte bislang immer gedacht, es gäbe nur einen Anzug der Vernichtung, den vom Anzugmacher Parr Fiorano für Ganerc hergestellten. Wie ich nun feststellen muss - und die Perrypedia bestätigt das - gibt es offensichtlich mehrere.]
Alaska will den Anzug unbedingt haben, aber sowohl DAN als auch Commo'Dyr Eroin Blitzer wollen nicht, dass er den Anzug an sich nimmt.

Nun denn, in der Zwischenzeit ist die LEUCHTKRAFT dann an jenen von Samburi Yura genannten Koordinaten angekommen. In einem schnuckeligen 4-Planeten-System gibt es einen Irrläufer-Planetoiden. Und auf diesem befindet sich eine immaterielle Stadt. Alaska kennt die immateriellen Städte bislang nur aus den Berichten von Reginald Bull. DIe Stadt macht einen verfallen Eindruck. Alaska will sie natürlich trotzdem erkunden und stellt fest, dass von ihr mentale Lockrufe ausgehen (auch das kennt er aus Bulls Berichten), diese aber diesmal geradezu böse oder dämonisch wirken. Nur mühsam kann er sich diesen Lockrufen widersetzen und kehrt auf die LEUCHTKRAFT zurück.

Dort überzeugt er sich schließlich selbst, dass er die (Ultramarin-)Stadt nur erkunden kann, wenn er den Anzug der Vernichtung trägt. Er kehrt also in das Refugium Samburi Yuras zurück und eignet sich den Anzug an. So gerüstet betritt er die immaterielle Statdt erneut. Die bösartige Aura macht alle Bewohner ziemlich aggressiv. Alaska beobachtet eine Gruppe, die ein einzelnes Wesen bedrängen und rettet dieses. Dabei handelt es sich um einen Jaranoc, der sich Korte Hanner nennt. Da Alaska ihm das Leben gerettet hat, wird Korte Hanner nun nach dem Ehrenkodex der Jaranoc ein Diener von Alaska. Die Kommunikation mit dem Jaranoc ist nicht gerade einfach, also zeigt Saedelaere ihm einige Bilder. Der Jaranoc erkennt Samburi Yura und die Sternjuwelen.

Plötzlich beginnt es zu zu Zirpen und zu Quietschen und die Gebäude der Immeratiellen Statdt werden transparent. Die Stadt versucht nach Jahrhunderten weiter zu reisen.

Der Marc Herren hat's drauf. Der Roman war sehr angenehm zu lesen und der Cliffhanger mit der weiter reisenden Stadt zum Schluß hat mir gut gefallen. Saedelaere wird meiner Meinung nach sehr gut beschrieben, vor allem seine Gefühlswelt. Die Spielereien mit »Alice im Wunderland« empfand ich nicht als zu aufdringlich.

Auch an der Sprache gibt es wenig zu nörgeln. Witzig war immerhin auf Seite 14: »Mit der einsetzenden Dunkelheit gewann das Feuer an Leuchtkraft und damit an Bedeutung.« Nicht witzig? Alaska ist auf der LEUCHTKRAFT ...

Insgesamt ist die Handlung doch recht dünn. Alaska hat einen Anzug der Vernichtung (wieder) und hat eine Immaterielle Stadt entdeckt, die anders als die anderen ist. Und Samburi Yura war anscheinend schon mal da. Na gut, es ist halt die erste Hälfte eines Doppelromans und ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

 

DIE STADT AM ENDE DES WEGES
PERRY RHODAN 2558
Marc A. Herren
Heftroman
Verlagsunion Pabel-Moewig
ca. 60 Seiten, € 1,85

Coverabbildung Copyright VPM

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