PR2553 - DIE STADT IN DER MITTE DER WELT - Frank Borsch

Cover PR 2553Autor: Kyr

Weiter geht es mit dem zweiten Teil des Doppelromans von Frank Borsch. Wieder ist die Handlung zweigeteilt, wieder in die eigentliche Handlung um den Okrivar Kruuper, dem bewusstlosen Sinnafoch und dem (mittlerweile) zum schmusigen Kuscheltier degradierten Okrill Philip, sowie den Träumen Sinnafochs im zweiten Zeitalter der Hyperdepression.

Kruuper überredet F'har dazu möglichst schnell in die Mitte der Stadt D'Tar vorzudringen, um den Transferkamin zu erreichen und die Welt zu verlassen. Der bewusstlose Sinnafoch bleibt im Haus der Erfinders F'har zurück, während dieser, sein Gehilfe L'hete sowie Kruuper und Philip sich auf den Weg machen. Vor dem Erreichen des Zieles stellt sich ihnen allerdings F'hars Konkurrent Kritt'han (mal wieder) in den Weg. Er beschuldigt F'har, Wesen aus einer anderen Welt versteckt zu halten.

Philip sorgt daraufhin für etwas Chaos, Zerstörung und Aufregung. Diese nutzend gelingt es Kruuper bis zum Transferkamin in der Mitte der Stadt vorzudringen. Er muss jedoch feststellen, dass dieser nicht funktionsfähig, sondern »versiegelt« ist. Immerhin gelingt es dem Okrivar irgendwelche Schaltmodule einzusacken. Irgendwie schaffen sie es nun wieder in die Werkstatt des Erfinders, in der Kruuuper nun aus Sinnafochs C-Controller und den Schaltmodulen irgendwas baut. Bevor er dieses tolle Gerät testen kann erscheint (mal wieder) Kritt'han und fordert ihn erneut zu einem Duell mit ihren Dampfmaschinen.

Aus nicht näher bekannten Gründen ist von Verrat nun keine Rede mehr, das Duell findet statt. Kruuper gibt mit seinem Thermostrahler beim »Dampfmaschinen-Pulling« so richtig Dampf (»Volldampf gib!«) und so gewinnen unsere Protagonisten das Duell. Weil Kruuper ja ein technisch begabtes Kerlchen ist, kann auf der nun folgenden Flucht (Verrat ist wieder ein Thema) der Fliewatüüt-Modus gestartet werden. Die Dampfmaschine erhebt sich in die Lüfte.

Irgendwann vorher hat Kruuper auch mit dem modifizierten C-Controller Sinnafochs einen Transferkamin »am Rande der Welt« entdeckt, der nun ihr Ziel ist.

Während dessen erfährt der Leser aus den Träumen mehr über Sinnafochs Erlebnisse zur Zeit der zweiten Hyperdepression. Wieder wird er eingesetzt, um mit einer Flottille von Schlachtlichtern einen von den Xerxen »besetzten« Planeten zu »befreien«. Der Angriff geht jedoch mächtig schief und nur wenige D'Tar (und natürlich Sinnafoch) überleben. Sinnafochs D'Tar-Freund Deliachlan ist ebenfalls unter den Überlebenden. Die Lage ist aussichtlos, aber Deliachlan überzeugt Sinnafoch, dass der Kampf weiter geführt werden müsse.

Die beiden werden von einer Übermacht Xerxen gestellt. Sinnafoch hat die Eingebung sich (und Deliachlan) gefangen nehmen zu lassen. Beide sollen der Mutter-Königin zum Fraß vorgeworfen werden. Es gelingt Sinnafoch sich zu befreien und die Mutter-Königin zu töten, bevor diese ihn tötet.

Sinnafoch wird natürlich wiedergeboren und hat nun eine Induktivzelle implantiert, die ihm ab sofort mit »guten Ratschlägen« zur Seite steht. Auch hat die Frequenz-Monarchie mittlerweile Klon-Krieger, die Darturka, die größer kräftiger und überhaupt besser sind, als die ollen D'Tar.

Es kommt wie es kommen muss: Deliachlan und Sinnafoch begegnen sich nochmals, aber Sinnafoch erkennt den alten Freund nicht.

Auf der Scheibenwelt der D'Tar haben alle nun den Transferkamin erreicht, der am Rande der Scheibenwelt befindlich ist und auf den Handelsstern JERGALL programmiert werden kann. Sinnafoch bietet F'har und seinem Assistenten an sie zu begleiten, doch beide lehnen ab.

So, das war's auf dieser der 20.000 Scheibenwelten. Sinnafoch und Konsorten gelangen nun doch zum Handelsstern JERGALL. Interessanter war die Handlung in Sinnafochs Vergangenheit. Mal abgesehen von den Xerxen, die man aus dem Vorgängerroman schon ausreichend kannte, ist vor allem die Szene von Interesse, in der Sinnafoch nach seiner Wiedergeburt und Implantierung der Induktivzelle den D'Tar Deliachlan nicht mehr wieder erkennen will. Die Szene ist identisch zum Vorgängerroman in der der Frequenzfolger Okare Sinnafoch und Deliachlan nicht mehr wieder erkennt. Das war für mich großes Tennis (ja, ich bin auch mit einfachen Mitteln zufrieden zu stellen).

Alles deutet darauf hin, dass die armen Vatrox durch ihre Induktivzelle »unterjocht« werden und eigentlich gar nicht die bösen Gesellen sind, als die wir sie in der Gegenwart kennen. Das hatten wir doch auch schon ein paar Mal in der Serie. Naja, der supermächtige Gegner kann halt immer nichts für seine fiesen und gemeinen Taten und wird zum Ende des Zyklus regelmäßig zum Gummibärchen.

Dafür kann aber Frank Borsch nichts. Dieser Doppelroman war immerhin gut zu lesen, wenn auch der zweite Teil hinter dem ersten Teil zurück liegt. Von der Scheibenwelt und ihren Bewohnern kommt mir zu wenig rüber. Möglicherweise weil da nicht mehr ist.

Für mich noch äußerst unglaubwürdig: Sie sind auf dieser Scheibenwelt also auf D'Tar getroffen. Die haben schon vor Jahrmillionen der Frequenz-Monarchie gedient, bis sie dann von den geklonten Daturka abgelöst wurden. Und auf dieser Scheibenwelt leben noch so ein paar versprengte D'Tar und freuen sich, dass sie über Dampfmaschinen verfügen?

Wird bestimmt aufgelöst. War wahrscheinlich ES oder VATROX-VAMU oder irgendein anderes Superwesen, das noch auftaucht.

Es geht dann weiter mit dem nächsten Doppelroman (auch mal eine Taktik), dieses Mal von Leo Lukas und ich wette, dass wir die nächste der 20.000 Scheibenwelten kennen lernen.

 

DIE STADT IN DER MITTE DER WELT
PERRY RHODAN 2553
Frank Borsch
Heftroman
Verlagsunion Pabel-Moewig
ca. 60 Seiten, € 1,85

Coverabbildung Copyright VPM

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und um automatisierten Spam vorzubeugen.
Powered by Drupal, einem Open-Source Content-Management-System.