PR 2547 - GARRABO IN DEN TOD - Marc A. Herren

Cover PR 2547Autor: Kyr

Meine These, dass PR-Romane mit vielen Silben im Titel wenig zur Handlung beitragen, wird diesmal eindrucksvoll bestätigt.

Was geschieht wirklich in diesem Heft? Nun, Tifflor ist nun an Bord der JULES VERNE, die sich in ihre drei Teile teilt.  Tiff übernimmt das Kommando über den Mittelteil, während Perry die JULES VERNE 2 übernimmt und damit beim Handelsstern FATICO verbleibt, um ihn alle naselang mit seinem ES-modifizierten B-Controller zu rebooten.

Atlan bekommt die JULES VERNE 1 und verlegt Flotten nach FATICO, um die dortigen feindlichen Einheiten zu bedrängen, die sich dann auch etwas zurückziehen. Anschließend fliegt Atlan weiter zum Holoin-Sonnentransmitter, der ebenfalls von der Frequenz-Monarchie belagert wird. Auch diese Flotte der Frequenz-Monarchie wird zerstört bzw. verjagt.

Nun beginnen die Vorbereitungen für den Angriff auf die verbliebenen Hibernationswelten der Frequenz-Monarchie. Von dem Krathvira-Seelenfänger-Dings sind mittlerweile jede Menge Exemplare hergestellt worden, die nun großzügig an die einzelnen Flotten verteilt werden. Wie immer können die Galaktiker und ihre Verbündeten technische Neuentdeckungen komplexester Art in kürzester Zeit dutzendfach reproduzieren.

Einen Tag vor dem Angriff auf die Hibernationswelten erscheinen jedoch bei FATICO zwei »Feueraugen«, ähnlich jenem, welches bei der Zündung der Sonne Sicatemo auftauchte. Und wie beim Angriff auf Hibernation-3 soll die Frequenz-Monarchie abgelenkt werden, diesmal mit Angriffe auf die Distribut-Depots KJALLDAR und HASTAI. Aber auch dort, im Bengar-Sternenhaufen, erscheint so ein »Feuerauge«.

Ich gebe es ehrlich zu: Mir fällt es schwer, mich durch seitenlange Auflistungen von irgendwelchen Flotten zu kämpfen, die an irgendwelche Orte verlegt werden. Da sind die kleinen Zwischenspiele, in denen Atlan in seiner Jugend das Garrabo (eine Art arkonidisches Schach) erlernt, geradezu erfrischend.

Auch die - völlig überflüssigen - Episoden mit RourSi dem Atto sind geradezu eine Erleichterung. Aber anscheinend sind dieser Atto oder Marc Herren oder beide in eine Art Zeitfalte geraten. Zitat: »Er schüttete den Zucker in den Espresso und trank ihn, ohne ihn umzurühren, aus. Anschließend hielt er das Espresso-Zucker-Gemisch in die Linsen der fliegenden Kameras...« (Seite 46, links) Mit dem bereits getrunkenen Espresso-Zucker-Gemisch macht RourSi dann noch einige Dinge. »Faszinierend«, würde Mr. Spock sagen.

Zu allem Überfluss findet dann der Angriff auf die Hibernationswelten in diesem Heft gar nicht statt, sondern erst im nächsten. Alles in allem also ein »echter« Lückenfüller, der die Handlung meiner Meinung nach nicht im geringsten voranbringt. Es werden irgendwelche riesigen Flotten in der Gegen verteilt - und das war's.

Tja, nochmal zur These »Länge des Titels steht in direkter Korrelation zur Wichtigkeit des Heftes«: Der nächste Roman von Hubert Haensel HIBERNATIONSWELTEN wird nach meiner Befürchtung die These zerlegen. Wiewohl, HIBERNATIONSWELTEN hat ja auch ziemlich viele Silben...

 

GARRABO IN DEN TOD
PERRY RHODAN 2547
Marc A. Herren
Heftroman
Verlagsunion Pabel-Moewig
ca. 60 Seiten, € 1,85

Coverabbildung Copyright VPM
 

Durchhalten...

...ab 2550 wird's wieder besser. Den aktuellen Herren-Doppelband mit Alaska fand ich sogar ziemlich gut!

Seltsam, aber ich komme bei "Gar-ra-bo-in-den-Tod" auf gleich viele Silben wie es das "Un-ter-neh-men-Star-dust" hatte ... Dann fürchte ich mal, dass dir mein "Die-Stadt-am-En-de-des-We-ges" noch weniger gefallen wird... ; ) LG, MAH

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