PR 2546 - 26 MINUTEN BIS ITHAFOR - Arndt Ellmer

Cover PR 2546Autor: Kyr

Habe ich es gesagt? Ich habe es gesagt! Der überdimensionale, gestaltwandlerische, weiße Hase aus dem letzten Heft wird noch eine Rolle spielen. Dieser Atto hat jetzt auch einen Namen, RourSi, und sitzt in einer Zelle auf der MICHAEL FREYT III.

Dort sinnt er so über sein Leben und die vergangenen Tage nach. Um es kurz zu machen: Er ist eine Art reisender Geschichtenerzähler, sammelt Legenden anderer Völker und verbreitet sie. Er hat sich zu einem Okrivar verwandelt und sich bei der Frequenz-Monarchie eingeschmuggelt, weil er herausbekommen wollte, ob an den Erzählungen über ein kleinwüchsigen Maahk-Volk was dran ist (mit viel Fantasie könnte man die Okrivar als kleine Maahks betrachten). Dabei hat erfahren, dass die Okrivar in jeder Galaxie eine Heimatwelt benötigen. Warum? Keine Ahnung, aber es ist auf jeden Fall fatal, wenn das Wissen um die Koordinaten dieser Okrivar-Welt einem »Feind« zugespielt werden würden bzw. der »Feind« diese Welt entdecken würde.

Er entkommt seiner Zelle und nach einigem Hin und Her kann er sich davon überzeugen, dass die Besatzung der MICHAEL FREYT nicht aus Klonen der Frequenz-Monarchie besteht. Daher (!) vertraut er sein Wissen den Alliierten an.

Das ist im Grunde die tragende Handlung. Aber es passieren noch einige andere Dinge, die mehr oder minder als Schnipsel in den Roman einfliessen.
Perry verlegt mit seinem B-Controller den Polyport-Hof DARASTO nach Gleam, dem Stützpunkt der Milchstraßen-Flotte in Andromeda. Er ist dann auch ganz erstaunt, wie schnell und wie einfach das geht (Touchscreens sind schwer im Kommen).

Anschließend reisen Perry und das Konzept Lloyd/Tschubai via Polyport-Netz nach ITHAFOR um einige A-Controller an die Galaktiker zu übergeben. Diese Reise verläuft unruhig, sie werden durchgeschüttelt, kommen aber (wie erwartet) nach 26 Minuten auf ITHAFOR an. Dort treffen sie Julian Tifflor und seinen Sicherheitschef. Es werden Informationen ausgetauscht. Rhodan möchte, dass Kampfroboter, Shifts, Nachschub, halt alles was durch die Transferkamine geschafft werden kann, nach Andromeda transportiert wird.

Es erfolgt die Rückreise nach DARASTO, Tifflor und sein Sicherheitschef begleiten Rhodan und das Lloyd/Tschubai-Konzept. Wieder zurück fummelt der Halbspur-Changeur Akika Urismaki an dem Transportschlitten herum. Wir erinnern uns - unruhige Reise. Eigentlich, und das erkennt auch unser Mann im All, kann an dem Schlitten aber nichts kaputt sein, da es sich ja eigentlich nur um eine Badewanne mit hohem Rand handelt.

Ist ja auch egal. Auf Hibernation-6 (und - es erweckt den Eindruck - auch auf anderen Welten) begehen die Vatrox haufenweise Selbstmord. Sie wollen mit ihrem Vamu VATROX-CUUR stärken, der/die/das durch den Verlust von 150 Millionen Vamus stark geschwächt ist. Frequenzfolger Sinnafoch findet das alles schrecklich und beschließt, FATICO mit 40.000 Schlachtlichtern zurückzuerobern.

Damit sind die Pläne der Alliierten erstmal durchkreuzt. Die Schwerkraft im Handelsstern verzehnfacht sich. Atlan sieht sich in die Situation gedrängt, den Angriff auf Hibernation-6 vorzuverlegen.

Ächz! Das ist alles ein völliges Durcheinander. Das Schlimmste ist die Unlogik des Vatrox-Massenselbstmordes. Die Vatrox bringen sich also um, um mit ihrem Vamu VATROX-CUUR zu stärken? Warum ist VATOX-CUUR denn geschwächt? Weil das Krathvira-Dings 150 Millionen Vamus abgesaugt hat? Aber die Vamus sind doch immer noch da, nur gerade nicht in irgendwelchen Vatrox-Körpern. Ich verstehe das jedenfalls nicht - und ich glaube nicht, dass irgendjemand das versteht.

Diese ganzen Handlungsschnipsel, das ständige Wechseln des Ortes (WO sind die Protagonisten jetzt gerade?) stört ungemein das Verständnis und den Lesefluss. Zeitweise hatte ich den Eindruck, dass Arndt Ellmer einzelne Passagen nur geschrieben hat, um die geforderte Länge des Romans zu erreichen.

Interessant hier der Verlagstext zum Heft. Zitat:

Erstmals in der Jahrmillionen währenden Geschichte der Frequenz-Monarchie erleidet diese gravierende Rückschläge: Zuerst fällt der Allianz der Handelsstern FATICO in die Hände, anschließend eine Hibernationswelt, und alle Vatrox im Umkreis werden im Augenblick des Todes in den »Seelenkerker« der Maahks  gezogen, unfähig zur erneuten Wiedergeburt. Um einem Gegenschlag der Frequenz-Monarchie zuvorzukommen, ist nicht viel Zeit - und Perry Rhodan bleiben 26 MINUTEN BIS ITHAFOR...

Irgendwie habe ich was anderes gelesen...

Zum Schluß noch eine Vermutung: Ich glaube ja, dass die Länge eines Romantitels in direktem Zusammenhang zur Wichtigkeit der Handlung in der Serie steht. Soll heißen: Je länger der Romantitel (mehr Silben) desto unwichtiger. Romane wie »Laire« oder »Bardioc« sind extrem wichtig. Romane wie »In den Höhlen von Ertrus« oder »26 Minuten bis ITHAFOR« sind extrem unwichtig.

Wenn das stimmt, dann wird PR2547 »Garrabo in den Tod« auch nicht in die Annalen der Serie aufgenommen. Dazu bald mehr.

Quelle des Verlagstextes: http://www.perry-rhodan.net/produkte/hefte/1/2546.html

26 MINUTEN BIS ITHAFOR
PERRY RHODAN 2546
Arndt Ellmer
Heftroman
Verlagsunion Pabel-Moewig
ca. 60 Seiten, € 1,85

Coverabbildung Copyright VPM

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