Phantanews
Webserie: BATGIRL SPOILED
Heute ist mal wieder Video-Tag, scheint es. Der nächste Clip ist ein Teaser zu einer von Fans realisierten Webserie namens BATGIRL: SPOILED. Irgendwie ist es natürlich der nächste logische Schritt, wenn man seine coole Cosplay-Gewandung nicht nur auf Cons zur Schau stellt, sondern sie nutzt, um einen Fanfilm oder gleich eine ganze Webserie zu drehen.
Die Webseite zum Projekt ist noch in einem sehr frühen und unfertigen Stadium, aber immerhin gibt es bereits einen Teaser:
Stephanie Brown, Tochter des CLUEMASTERs war im DC-Universum eine Vigilantin namens SPOILER, bevor sie erst zum vierten ROBIN wurde und danach auf BATGIRL umsattelte. Um diesen Charakter geht es in der Serie, weiterhin tauchen offenbarzudem CATWOMAN, BATWOMAN, POISON IVY, HARLEY QUINN und THE QUESTION auf, dem Gelächter nach zu urteilen auch DER JOKER.
Wollen wir für das Projekt hoffen, dass DC Comics seine Anwälte an der Kette lässt …
Episch: Darth Vader gegen Gandalf
Ich enthalte mich jeglichen weiteren Kommentars, aber ich kann mir vorstellen, dass das die Hardcore-Fans der beiden Franchises sich hierüber zerfleischen … :o)
THE DARK KNIGHT RISES Catwoman-Trailer
Der TV-Spot zum nächsten BATMAN-Film names THE DARK KNIGHT RISES nennt sich »CATWOMAN-Trailer«, und das obwohl die Katze darin nicht wirklich ausführlich zu begutachten ist. Dennoch möchte ich ihn an dieser Stelle zeigen, denn Anne Hathaway ist nun wirklich immer für eine Betrachtung gut — auch wenn die Szenen so mikroskopisch sind, wie in diesem Vorgucker.
Gary Oldman beim ROBOCOP-Remake
Dass es ein Remake von Verhoevens SF-Action-Klassiker ROBOCOP geben wird ist nichts Neues. Als Hauptdarsteller verpflichtete Regisseur José Padilha bereits Joel Kinnaman (THE KILLING). Jetzt wurde bekannt, dass dem ein namhafter Mime an die Seite gestellt wird: Gary Oldman, der damit die Liste seiner Genre-Filme erneut erweitert.
Oldman wird Norton spielen, den Wissenschaftler, der den Cyborg-Polizisten erschafft. In dieser Rolle »findet er sich als jemand, der zerrissen ist zwischen den Nöten der Maschine auf der Suche nach ihrer verlorenen Menschlichkeit und den gefühllosen Forderungen der Corporation«. Die Rekrutierung Oldmans für diese Rolle dürfte darauf hinweisen, dass dem Charakter ein deutlich größerer Raum eingeräumt werden wird, als im ersten Film.
Die Produktion hat noch nicht begonnen und es gibt auch noch keinen Termin dafür, der Launchtermin steht allerdings bereits fest: am 9. August 2013 soll der Film in den US-Kinos starten, es ist also davon auszugehen, dass auch die Dreharbeiten in Kürze beginnen. Ob der neue ROBOCOP als PG-13 oder R-rated auf die Leinwand kommt, ist derzeit noch unsicher. Einfluss darauf dürfte mit Sicherheit auch der Erfolg von Scotts ebenfalls R-eingestuftem PROMETHEUS haben. Meine Meinung: PG-13 geht bei einem ROBOCOP-Remake gar nicht!
Bild Gary Oldman 2011 von Brett Cove auf flickr, aus der Wikipedia, GNU FDL
»Making Of« zu SyFys und Trions DEFIANCE
Über DEFIANCE hatte ich bereits mehrfach berichtet, deswegen hier nur die Kurzfassung: SyFy realisiert zusammen mit Rockne S. O´Bannon (SEAQUEST, FARSCAPE) eine Science Fiction-Fernsehserie, die direkt mit einem MMO von Trion Worlds interagiert. Das bedeutet: die Serienhandlung und die Geschehnisse im Shooter, also die Aktionen der Spieler, sollen sich gegenseitig beeinflussen.
Das halte ich für ein überaus spannendes Experiment, das die Medienwelt verändern könnte — zumindest wenn es richtig angegangen wird. Das kann international natürlich nur dann funktionieren, wenn die TV-Serie international zeitgleich oder nahezu gleichzeitig — mit maximal wenigen Tagen Versatz — angeboten wird. Beim Spiel ist das nachvollziehbarerweise kein Problem, aber das Konzept macht für hiesige Interessierte keinerlei Sinn, wenn wir die Serie erst ein halbes Jahr nach den Amerikanern zu sehen bekommen.
Erst einmal gibt es ein »Making Of«:
Musical-Trailer: BRAVE
Disney und Pixar machen sich in ihrem neuen Trailer zum Schottland-Animationsfilm BRAVE (ohne –heart, deutsch wieder mal grandios daneben als MERIDA — DIE LEGENDE DER HIGHLANDS) ordentlich über Werbung für CDs und Musical-Soundtracks lustig.
BRAVE startet in den USA am 6. Juni 2012, im Original sprechen unter anderem Kelly MacDonald, Kevin McKidd, Emma Thompson, Robbie Coltrane, Billy Connolly und Craig Ferguson, Regie führten Mark Andrews und Brenda Chapman, letztere schrieb auch das Drehbuch.
Let the highland games commence!
Bloody Hell! SANCTUARY abgesetzt
SyFy glänzt in letzter Zeit immer wieder einmal damit, erfolgreiche oder halbwegs erfolgreiche Serien abzusetzen. EUREKA beispielsweise erlitt dieses Schicksal, obwohl es sich um eine der zuschauerstärksten Shows des Senders überhaupt handelte. Offenbar ist man beim Channel auf den Trichter gekommen, dass man mit preiswert produzierten Reality-Shows abseits des vorgeblichen Themas oder Wrestling-Übertragungen leichter Geld verdienen kann, als mit vergleichsweise aufwendigen und teuren Phantastik-Serien. Ob das ein schlauer Plan ist, wird sich weisen, ich bin der Ansicht, dass es genug Sender gibt, die »normale« Inhalte zeigen und dass SyFy damit sein wichtigstes Alleinstellungsmerkmal verliert.
Nun hat es also SANCTUARY erwischt, sicherlich nicht der Gipfel der Serienunterhaltung, aber dennoch eine durchaus unterhaltsame und witzige Serie; mit kleinen Schwächen zwar, aber sehenswert. Da sie fast vollständig vor Greenscreen realisiert wurde, hielten sich auch die Kosten der von Hauptdarstellerin Amanda Tapping (STARGATE SG1) mitproduzierten Show in Grenzen. Den Fakt, dass es keine fünfte Staffel mehr geben wird — und das trotz haufenweise offener Enden für Handlungsstränge — kommentierte Tapping alias »Dr. Magnus« auf Twitter dann auch mit dem aus der Serie bekannten »Bloody Hell!«. Sie, Robin Dunne (Dr. Will Zimmerman) und Ryan Robbins (Henry) bedankten sich auf der Kurznachrichtenplattform ausdrücklich für die Unterstützung durch die Fans in den ersten vier Staffeln und während der Wartezeit auf eine Entscheidung zu Season fünf.
Fortgesetzt werden die durchwachsene bis am Ende gute Superhelden-Serie ALPHAS und glücklicherweise WAREHOUSE 13, nach wie vor warten wir vergeblich auf neue informationen zu BLOOD AND CHROME, die von einer Webserie zur Fernsehserie mutierte, dann von den Mächtigen bei SyFy wieder zurück zur Webserie devolutioniert wurde und die wir vielleicht nie zu Gesicht bekommen werden. Man muss sich fragen, was man beim selbstbezichtigten SciFi-Sender in letzter Zeit gegen SciFi hat?
Dank an Florian für den Hinweis!
Promofoto SANCTUARY Copyright SyFy
FedCon 2012: Paul Watson — Save Our Captain!
Paul Watson
Es ist in den Medien quasi nicht thematisiert worden (immerhin berichtete der Spiegel): einer der Gastredner auf der diesjährigen FedCon sollte Paul Watson sein, Greenpeace-Mitbegründer und Chef der offensiven Umwelt– und Naturschutzorganisation Sea Shepherd, die sich insbesondere dem Schutz der Weltmeere verschrieben hat. Einer der Supporter von Sea Shepherd ist Richard Dean Anderson.
Als Watson auf dem Flughafen Frankfurt deutschen Boden betrat wurde er von den Behörden festgenommen. Grund dafür war, dass Watson 2002 (andere Quellen nennen als Jahr 2005) bei einer Umweltschutzaktion in Costa Rica angeblich dortiges Recht gebrochen hatte. Konkret verhinderte er eine brutale Haijagd, bei der den Tieren die als Delikatessen geltenden Flossen abgeschnitten werden und man die Tiere danach zum qualvollen Verenden wieder ins Meer wirft. Bei der routinemäßigen Ausweiskontrolle auf dem Flughafen stellte man fest dass dieser Haftbefehl existierte und machte ihn sofort dingfest. Mir stellte sich sofort die Frage, ob Deutschland tatsächlich für diesen Fall gültige Auslieferungsvereinbarungen mit Costa Rica hat ..?
Während der FedCon wurde immer wieder auf das Schicksal des »Skippers« hingewiesen, nicht nur am Stand von Sea Shepherd, sondern auch von einzelnen Gästen. J. G. Hertzler beispielsweise, der Darsteller des General Martok in der Serie DS9, hielt eine fast schon flammend zu nennende Rede während der Pressekonferenz, in der er darauf hinwies, dass die Themen von Watson und Sea Shepherd in direktem Zusammenhang mit STAR TREK stehen. Im Film STAR TREK IV — ZURÜCK IN DIE GEGENWART musste die Crew der Enterprise in die Vergangenheit reisen, um Wale in eine Zukunft zu bringen, in der diese bereits ausgerottet waren, weil sonst eine außerirdische Sonde die Erde zerstört hätte. Hertzler wies eindringlich und mit deutlichen Worten darauf hin, dass es Menschen wie Watson sind, die dafür sorgen, dass die Wale und andere Lebewesen nicht aussterben und dass die Thematik insbeondere TREK-Fans interessieren sollte.
J. G. Hertzler
Das alles stieß auf reges Interesse und das auch über die FedCon hinaus, es müssen zahllose Briefe, Faxe und sonstige Proteste bei den Behörden und zuständigen staatlichen Stellen eingegangen sein. Das führte zu einer in Deutschland äußerst außergewöhnlichen Freilassung Watsons gegen Kaution am vergangenen Sonntag.
Aber das Thema ist nicht ausgestanden, denn nach wie vor bleiben die Anschuldigungen und die drohende Auslieferung an Costa Rica bestehen. Die ursprünglich geplante Demonstration für seine Befreiung am 23. Mai in Berlin bleibt aufrecht erhalten, diesmal wird Watson selbst an ihr teilnehmen. Der Zeitpunkt ist perfekt gewählt denn die Präsidentin von Costa Rica, Laura Chinchilla, ist dann auf Staatsbesuch in Deutschland und kommt mit Merkel dort vorbei.
Alle Details zur Demo finden sich auf der deutschen Webseite von Sea Shepherd. Wer Watson unterstützen möchte, sollte das tun, indem er Briefe, Faxe und Emails beispielsweise an die Justizministerin schreibt, indem er die Medien informiert, bis denen die Ohren bluten und indem er Dritten erzählt, was da abgeht.
Persönliche Anmerkung: auch wenn die Verhaftung formal korrekt gewesen sein mag, was sich erst noch heraus stellen muss. Ich halte es für ein Unding und für hochgradig peinlich, dass dieser Mann, der ein brutales, rein aus Geldmacherei stattfindendes, Gemetzel an Haien verhindert hat, deswegen in Deutschland festgenommen wird. Besonders dumm wird die Aktion, weil Interpol den internationalen Haftbefehl bereits vor Jahren zurückgenommen hatte. Man kann nur vermuten, dass die hiesigen Behörden sich ob des anstehenden Staatsbesuches profilieren wollten …
Bild Paul Watson von Witty lama, aus der Wikipedia, CC BY-SA, Bild J. G. Hertzler auf der FedCon-Pressekonferenz von mir (Stefan Holzhauer), CC BY-NC-SA
Scotty ist jetzt da, wo er hingehört: im Weltall
Nach technischen Problemen mit einer Düse, die den Start der Rakete »Falcon 9? am Samstag buchstäblich in letzter Sekunde verhinderten, ist dieses heute morgen erfolgreich abgehoben und hat das Weltall erreicht. Gratulation an die Firma SpaceX.
An Bord der Rakete befindet sich ein Nutzlastcontainer namens »Dragon«, der nicht nur Nahrung, Kleidung und Versorgungsgüter für die Astronauten der Internationalen Raumstation ins All transportiert, sondern auch die eingeäscherten Überreste von mehr als dreihundert Enthusiasten, die sich eine Bestattung im Weltraum gewünscht hatten.
Darunter auch die Asche der SF-Ikone James Doohan. Der Kanadier ist besser bekannt, oder eher berühmt, geworden als schottischer Chefingenieur Montgomery Scott, alias Scotty, vom originalen Raumschiff Enterprise. Doohan war im Jahr 2005 verstorben.
Wer es Scotty nachtun möchte: das Weltraumbegräbnis ist durchaus erschwinglich, insbesondere wenn man betrachtet, was herkömmliche Beisetzungen so kosten: gerade mal 3000 $ muss man dafür berappen, die Urne ins All schießen zu lassen.
Quelle: The Guardian, via Clockworker, Bild: Promofoto James Doohan als Captain Montgomery Scott in der TNG-Episode RELICS, Copyright CBS & Paramount
FedCon 2012: Cosplayer, Gewandete und Kostümierte
Egal wie man es nun nennen mag, auf einer Veranstaltung wie der FedCon findet man selbstverständlich auch zuhauf Personen, die sich anlässlich des Events in eine entsprechende Schale geworfen haben. Und neben den zahllosen Fans, die sich in einer schnell gekauften Uniform präsentieren, gab es auch eine Menge wirklich liebevoller und aufwendig gestalteter oder einfach kreativer Gewandungen zu entdecken.
Allein zum Staunen über diese Menge an Cosplayern lohnt sich fast schon ein Besuch der FedCon, ich denke, dass es in Deutschland schwer werden dürfte, an anderer Stelle eine ähnlich bunt gemischte Massierung an Kostümierten aus den Genres SF, Fantasy und Comics zu finden.
Hier ein Querschnitt durch das Gesehene:
Ein Bugplanet!
Ganz schön warm hier …
Bist Du nicht ein bisschen klein für die Cosplayer?
Du kaufst jetzt sofort ein Shatner-Autogramm!
Ich glaube, die R5-Einheit hat einen defekten Motivator …
Vorsicht mit dem Käsemesser!
Das Na’vi hat uns sicher hergeführt.
Gäste aus zivilisierteren Tagen.
Früh übt sich, was ein Predator werden will
Jaffa & Goa’uld
Darth Maul
Mitglieder der kolonialen Flotte (classic)
Ijon Tichy »Held von Kosmos« und die analoge Halluzinelle — aber wo ist die Spülmaschine? :)
Mit dieser Kampfstern-Besatzung sind wir sicher. So say we all!
Classic-Uniformen können sehr kleidsam sein.
Mach bloß nix kaputt, Logan!
Drittes Ätherbattalion seiner Majestät
Ich weiß nicht, wo die herkommen, aber es scheint dort eher flauschig zu sein …
Lass mich in Ruhe, ich bin nicht der Kirk! Ich hab auch mein Hemd noch an!
Die Borg haben die Steampunks entdeckt. Wir sind alle verloren!
Guinan und Q
Ich glaube, Q hat Data kaputt gemacht … Ist da noch Garantie drauf?
Mehr Dampf!
Na gut, ich habe verstanden, die Zeit der Menschheit ist um. Der hier soll uns wohl rauskehren …
Ich befürchte, im Maritim-Hotel stehen Verwüstungen an … :)
Es gibt immer einen Waldo, und wenn es das Veranstaltungs-Maskottchen ist … :)
Verbrüderung mit dem Erzfeind?
Silk Spectre — Watchwoman
»Einmarsch der Radiatoren« aus der Oper »Elektra« — oder so ähnlich …
Lara und Logan — zusammen sind sie uner … bittlich
Einer von den beiden ist definitiv zu klein für die Sturmtruppen.
Mutter ist wahrscheinlich gerade Planeten zerstören … :o)
Manche Rüstungen sind einfach praktischer als andere …
Was hat Doktor Jones denn da ausgegraben? (oder hat er es vielleicht eher angegraben?)
Neulich im Starlight-Casino (auf ihrer Tasche stand »Astrogator«)
Mehr Steampunks — man rechnet offenbar mit Überschwemmungen …
Babydoll aus Sucker Punch — leicht missmutig
Versammlung bei Dr. Grordbort
Stelldichein der Dampfanhänger
Mehr Steampunks …
Unerschrockene Forscher
Alle Bilder von Stefan Holzhauer
Lizenz: CC BY-NC-SA,
bei Verwendung bitte meinen Namen nennen und auf PhantaNews verlinken
FedCon 2012 — Informationsdefizite, ruckelnde Sponsorenvideos und fast kein Shatner
Du kaufst jetzt sofort ein Shatner-Autogramm! Oder sonst …
Bevor ich in anderen Artikeln Inhalte, Programm und Gebotenes auf der diesjährigen FedCon im Maritim-Hotel am Düsseldorfer Flughafen beleuchte, möchte ich auf die diversen Probleme eingehen, mit denen auf der Veranstaltung zu kämpfen war und deren Gipfel darin bestand, dass sich zahlende Besucher mit Tageskarte den Gaststar William Shatner nur auf einer Leinwand ansehen durften.
Die FedCon findet bereits seit 20 Jahren statt, man sollte also annehmen, dass die Veranstalter einen solchen Event im Griff haben. Und sogar wenn man erst einmal davon ausgeht, dass bei einer derartigen Großveranstaltung mit diversen Gaststars (bei denen von einigen bekannt ist, dass sie sich gern mal Extravaganzen leisten) nicht immer alles ganz rund läuft, dann ist das erst einmal kein größeres Problem.
Oder zumindest sollte es kein Problem sein, man informiert die Anwesenden deutlich über eventuelle auftretende Schwierigkeiten oder daraus resultierenden Änderungen und alles ist gut. Nur leider liegt es mit diesen Informationen seitens der FedCon-Veranstalter heftigst im Argen. Und das Verhalten einzelner »Helfer« kann ich persönlich nur als in hohem Maße unprofessionell bezeichnen.
Beispiel: Am Donnerstag sollte um 14:00 ein Panel von Gates McFadden (alias Frau Doktor Crusher von der D-Enterprise) stattfinden. Die interessierte Menge versammelte sich im großen Saal und auf die Bühne kam — Kai Owen aus Torchwood. Informiert wurde darüber nicht, dabei wäre es doch sehr einfach gewesen, mal eben den »Master Of Ceremonies« Garret Wang oder irgend einen anderen auf die Bühne zu schicken, um die Änderung anzukündigen. Das blieb aus und so sah sich der unerwartete Owen erst einmal mit der Frage konfrontiert, wo denn Frau McFadden sei, was zu ein paar unschönen Momenten führte und erst dann kam jemand und erläuterte dem Publikum (und offenbar auch Kai Owen) dass das Panel verschoben worden sei.
Warum die Anwesenden nicht konkret und deutlich informiert wurden, obwohl das einfachst möglich gewesen wäre, entzieht sich meinem Verständnis. Diese mangelhafte Informationspolitik zog sich durch die gesamte Veranstaltung. Lautet hier etwa das Motto »ist ja egal, wir haben ihr Geld«? Die herumstehenden Bildschirme mit Info-Präsentationen, darunter auch die Zeiten verschiedener Programmpunkte waren nur mäßig hilfreich, da dort immer gerade nicht das angezeigt wurde, was man sehen wollte. Außerdem frage ich mich, warum man hier Samstags noch das Programm vom Donnerstag zeigt, statt nur die aktuell relevanten Informationen. Es macht wenig Sinn, erstmal zehn Minuten vor dem Flatscreen stehen bleiben zu müssen, um die maßgebliche aktuelle Programmänderung zu erfahren.
Während der »Opening Ceremony« wollten selbstverständlich die Sponsoren auf ihre Kosten kommen und so wurde daraus hauptsächlich eine Trailershow mit ein paar passenden aber auch massiv unpassenden Vorführungen. Da einer der Sponsoren der »Partyschnaps« mit dem überaus originellen Namen »Ficken« war, kam man auch in den zweifelhaften Genuss eines zugehörigen Musikvideos mit dem Titel »Ficken fürs Volk« als Werbung für den Fusel. Überflüssiger geht’s meiner Ansicht nach kaum noch. Der zugehörige Stand, an dem man das Gesöff testen konnte, war übrigens die meiste Zeit über verwaist, dieser Sponsor dürfte wohl nicht das erwartete Zielpublikum vorgefunden und seine Sponsoring-Kohle in den Sand gesetzt haben.
Das schwer erträgliche Schnaps-Video lief aber wenigstens ruckelfrei, was man von diversen anderen Trailern nicht sagen konnte, die alle paar Sekunden unterbrachen und dann mit einer Sekunde Versatz in Bild und Ton fortgesetzt wurden. Mal davon abgesehen, dass die völlig überzogene Menge Trailerwust ohnehin nervte, machte das die Videos unerträglich. Auch hierzu kein Wort der Erläuterung oder Entschuldigung die möglicherweise Verständnis für ein technisches Problem erzeugt hätten. Warum auch, man hatte ja das Geld der Besucher bereits.
Im kleinen Saal entstanden immer wieder mal ähnliche Probleme bei den Vorträgen, hier dauerte es bisweilen etwas , bis die zu den Programmpunkten passenden Bilder oder Filme auf die Leinwand gebracht werden konnten, ich würde mal konstatieren: je scheinbar »uninteressanter« aus Veranstaltersicht der Vortrag war, desto Ahnungslosere saßen an der Technik, aber das kann natürlich täuschen …
Garrett Wang hatte die undankbare Aufgabe, gefühlt einhundert Mal darauf hinzuweisen, dass im großen Saal nicht gefilmt werden dürfe und wer die unglaubliche Dreistigkeit habe, dagegen zu verstoßen, sofort von mißmutigen Klingonen nach Rura Penthe deportiert werden… äh … der Veranstaltung verwiesen werden würde. Wang, dem anzumerken war, dass auch ihn dieses sich ständig wiederholende Prozedere nervte, machte zumindest aus jedem Verlesen des Zettels eine witzige Vorstellung mit »Umlauts«-Gestolper und ständigem Verbocken des Worts »Veranstaltung«, denn er hatte das Mantra jedesmal in englisch und deutsch vorzutragen.
Insbesondere angesichts der herben Informationsdefizite an anderen Stellen, war diese Dauerlitanei grundsätzlich jedoch außerordentlich albern. Der Grund für den Vortrag und diese Handhabung ist natürlich völlig klar: man möchte den Besuchern, und solchen die nicht kommen konnten, nach der FedCon selbstverständlich auch noch die DVDs zur Veranstaltung verticken.
Probleme mit der Planlosigkeit der Veranstalter hatte übrigens auch Christian Montillon, der Samstags einen Vortrag zu PERRY RHODAN NEO halten sollte und der fast nicht herein gelassen wurde, weil keiner informiert war — mehr dazu kann man in seinem Blog lesen. Ebenfalls peinlich.
Der Gipfel der Unverschämtheit war allerdings das Panel des Topstars William Shatner, das zum einen von Abends 20:00 Uhr auf 17:00 Uhr verlegt wurde (das hatte sich dann rechtzeitig herum gesprochen, obwohl auch hier deutliche Informationen fehlten). Zwar stand vorab im Programmheft, dass Inhaber von Tageskarten sich das Panel des Schauspielers nur im Nebensaal auf der Leinwand würden ansehen können, aber das hatte selbstverständlich nicht jeder mitbekommen.
Erschwerend kommt hinzu, dass etliche Besucher von Tageskarten sich kurzfristig und spontan extra wegen Shatner zum Kommen entschlossen hatten, ohne das Programm vorher eingehend zu studieren. Und wie ich durch Nachfragen in Erfahrung bringen konnte, wurde denen an der Kasse eben nicht mitgeteilt, dass sie ihn nur auf einer Leinwand zu sehen bekommen würden. Und das ist meiner Ansicht nach schon ein starkes Stück, denn spätestens hier hätte man diese Information konkret und deutlich an die Gäste weitergeben müssen.
Selbst mich mit meiner Pressekarte haben sie noch nicht einmal für Fotos in den großen Saal gelassen. Mein Verständnis dafür wäre ohnehin bereits äußerst begrenzt gewesen — mal im Ernst: sollte ich etwa Bilder von der Leinwand machen? Das ist doch lächerlich! Vollkommen albern wurde das durch die Tatsache, dass ich am Morgen explizit nachgefragt hatte, was das Fotografieren anging, da mich eine der Helferinnen am Donnerstag in vergleichweise rüdem Ton am Bilder schießen hindern wollte und auf »der Gang muss frei bleiben« verwies. Dass direkt hinter mir zwei der offenbar »offiziellen« Kameramänner mit ihren Stativen den gesamten Gang versperrten, war aber offensichtlich völlig egal. Bei meiner Nachfrage am Presseschalter bestätigte mir aber, dass ich selbstverständlich während der Panels im großen Saal Fotos machen dürfte, man bat mich nur, nicht länger als fünf Minuten an einem Ort zu bleiben, um den zahlenden Gästen nicht die Sicht zu versperren (wofür ich selbstverständlich Verständnis habe und es auch ohnehin so hielt, den Besuchern so wenig wie möglich im Weg zu stehen).
Dass selbst ich mir aber den Shatner nur auf einer Leinwand ansehen darf, davon erzählten sie mir am Pressestand bei meiner Nachfrage allerdings vorsichtshalber mal lieber gar nichts. Meine spontane Reaktion, die bis heute nachwirkt: verarschen kann ich mich auch alleine!
Nachdem offenbar selbst den Veranstaltern nach Buhrufen und sonstigen Mißfallensbekundungen im Nebensaal klar wurde, dass die Stimmung gereizt war, schickten diese Shatner dann als erstes und nur sehr kurz in den kleinen Saal, um die Wogen zu glätten. So bekamen die dort Anwesenden den Ex-Captain Kirk immerhin für knapp zwei Minuten zu sehen — der Mißmut vieler Anwesender war allerdings dennoch nicht zu übersehen. Ich habe den Shatner dann Shatner sein lassen (das kann ich mir auch zu Hause auf dem Beamer ansehen, ich hatte dank des Verhaltens der Veranstalter auch die Nase gestrichen voll) und bin lieber in die Dr. Grordbort-Ausstellung gedackelt, denn dort war ein Treffen mit Fototermin der anwesenden Steampunks anberaumt worden. Und kurz darauf habe ich die Veranstaltung dann verlassen, was soll ich da auch noch, wenn sie mich entgegen ihrer Informationen an der Presseinfo noch nicht mal mehr zu den Panels in den großen Saal lassen?
Übrigens: Für einem Fototermin mit Bill Shatner wurden 50 Euro fällig (ein Autogramm kostete sagenhafte 100 Euro). Freunde erläuterten mir, wie das abgeht: man stellt sich stundenlang in eine Reihe und ist dann irgendwann dran. Das Schießen des Fotos dauert ca. fünf bis sieben Sekunden, dann ist der Nächste dran. Hat einer der beiden Protagonisten zufällig die Augen zu, dann hat man für seine 50 Euro eben Pech gehabt.
Wenn wir mal rechnen: 50 Euro pro Bild mal zehn Bilder pro Minute mal 60 (für eine Stunde), dann ist das ein Umsatz von sagenhaften 30000 Euro pro Stunde (!). Und Shatner ist nur einer von vielen Stars, auch wenn die Fotos mit anderen preisgünstiger sind — und von den Autogrammen haben wir noch gar nicht gesprochen. Klar, das Ganze dürfte eine Mischkalkulation sein und einen Eintrittspreis von 109 Euro für Donnerstag bis Sonntag halte ich angesichts der rangekarrten Stargäste und deren Auftritten, den Vorträgen und Ausstellungen sowie des Eventcharakters der Veranstaltung schon für in Ordnung (manche zahlen auch hunderte von Euro für ein Fußballspiel, das nach zwei Stunden vorbei ist) — die Foto– und Autogrammpreise nicht. Klar ist ohne Frage, dass niemand dazu gezwungen wird, das abzunehmen und solange es Interessenten gibt, die bereits sind, derart viel Kohle dafür abzudrücken, kann man den Veranstaltern kaum einen Vorwurf deswegen machen, dass sie das Geld abseihen wollen, seltsam finde ich es dennoch.
Ich werde mich zu Programmpunkten und anderen Aspekten der FedCon wie oben bereits angedeutet noch in weiteren Artikeln äußern. Die Veranstaltung an sich ist fraglos sehenswert, die Panels haben hohen Unterhaltungswert und auch das Aufkommen an Nerds (da schließe ich mich explizit ein) und die Menge an Cosplayern verschiedener Genres, die man in Deutschland in solcher Massierung wohl nur auf der FedCon vorfinden dürfte, machen einen Besuch für den Fan zu einem Erlebnis — dazu an anderer Stelle mehr.
Dennoch sollten die Veranstalter dringend und nachhaltig an ihrer Informationspolitik und an der Organisation allgemein arbeiten. Ich gehe davon aus, dass etliche, die trotz Tagesticket William Shatner nur auf der Leinwand sehen durften, sich dermaßen vera…lbert vorkamen, dass sie der Veranstaltung in Zukunft fern bleiben werden. Man könnte es ihnen kaum verübeln …
Alle Fotos von mir, CC BY-NC-SA
FedCon 2012: Dr. Grordbort und die Steampunks
Auf der FedCon ging es nicht nur um diverse Fernsehserien und deren Stars, es gab zudem einen für mich hochinteressanten Punkt: eine Ausstellung von DR. GRORDBORT, die zuvor bereits in diversen Ländern der Erde zu sehen war — und nun endlich auch in Deutschland. Den Doktor — alias Greg Broadmore — kennt der interessierte Fan und insbesondere natürlich der geneigte Steampunk nicht zuletzt durch seine brillianten Strahlenwaffen, auch bekannt als Rayguns, die man über die neuseeländische Effektschmiede WETA Workshop (HERR DER RINGE) als limitierte Auflagen für nicht ganz kleines Geld erwerben kann. Das Projekt hat sich inzwischen jedoch erweitert, es gibt nun beispielsweise unter anderem auch Comics aus der Welt des Doktors und eben die Ausstellung.
Da ich Alex vom Clockworker versprochen hatte, mich in Sachen Steampunk auf der FedCon umzutun, erscheint mein Bericht über Greg, die Ausstellung und auch jede Menge Fotos vom dort am Samstag standesgemäß stattgefundenen Treffen der anwesenden Steampunks nicht hier auf PhantaNews, sondern drüben auf Clockworker.de — denn da passt er viel besser hin!
Ich wünsche viel Vergnügen!
Logo DR. GRORDBORTS Copyright Greg Broadmore und Weta Workshop
Trailer: ELEMENTARY
Manch einer bezeichnet die US-Variante des Sherlock Holmes im heutigen New York unter dem Titel ELEMENTARY als dreisten Ripoff der britischen Serie SHERLOCK und ganz falsch mag das nicht sein, auch wenn CBS selbstverständlich heftigst abstreitet. Es gibt nun auf jeden Fall einen Trailer, so dass man sich ein erstes Bild machen kann.
Aber, hey!, Lucy Liu …
Amazons print-on-demand-Dienst CreateSpace jetzt auch in Deutschland
Das dürfte den hiesigen Verlegern neue Schweißperlen auf die Stirn treiben: Amazons print-on-demand–Dienst CreateSpace wird laut einer Pressemitteilung ab sofort in Europa, also auch Deutschland, angeboten. CreateSpace ermöglicht es Selfpublishern, ihre Bücher nicht nur wie bisher als eBooks für den Kindle unter die Leser zu bringen, sondern auch in klassischer, gedruckter Form in Form von Büchern. Diese Bücher können dann über die Amazon-Webseiten in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Frankreich und Italien erworben werden.
Amazons Tochterunternehmen CreateSpace hat bei print-on-demand keine Lagerhaltungskosten, da die Bücher erst gedruckt werden, wenn sie auch tatsächlich jemand bestellt, dennoch sollen sie noch am Tag der Bestellung versandt werden, wenn die Order früh genug eingeht. Nach Aussagen des Konzerns behalten die Autoren die Rechte an ihren Büchern und erhalten Tantiemen, die weit über die Angebote der restlichen Branche hinaus gehen. Auch wenn daran natürlich viel PR-Geklapper ist, weiß man bereits aus dem eBook-Bereich, dass Amazon hier nicht übertreiben dürfte.
Noch nicht herausfinden konnte ich, ob die die in den USA für kleines Geld, nämlich 25 Dollar, zubuchbare Option gibt, die Bücher mit einer ISBN zu versehen, wodurch die PoD-Produkte auch im Buchhandel zu erwerben wären. Zusätzlich zum Druck und dem Verkauf über Amazon gibt es für Autoren die Möglichkeit, deutlich preiswertere Exemplare für den Eigenbedarf zu erwerben.
Amazon positioniert sich hier erneut gegen die restliche Branche und dieser Coup dürfte deutlich schwerer wiegen, als das Selfpublishing-Programm für eBooks, denn diese sind bei den Nutzern hierzulande leider nach wie vor noch nicht so recht angekommen — Bücher aber schon. Wenn die Selfpublisher nun auch noch die Möglichkeit haben, Printbücher anzubieten, wird das manch einem in der Branche schlaflose Nächte verschaffen … wie es auf den ersten Blick aussieht, dürfte CreateSpace mit seinen Preisen und der unkomplizierten Handhabung aber auch hiesige Anbieter in Sachen PoD unter Druck setzen, so dass mit Preissenkungen zu rechnen ist.
Die CreateSpace-Seite liegt derzeit nur in englischer Sprache vor, es ist aber davon auszugehen, dass in Kürze lokalisierte Versionen angeboten werden.
Spannend! Ich werde mich weiter informieren — und vielleicht gibt es die Steampunk-Chroniken ja demnächst auch als Printversion via Amazon …
[Update 18:10:] auf Facebook wurde kommentiert »PoD war, was Phantanews wohl irgendwie nicht mitbekommen hat, auch bisher schon sehr gut in D möglich, ohne den Verlegern Schweißperlen abzuringen. Da wird CreateSpace nur einen Preiskampf bringen.«
Mein Kommentar dazu: dass es PoD in Deutschland bereits gibt, habe ich oben explizit erwähnt. Gestestet habe ich PoD-Anbieter ebenfalls bereits und mich vor allem mit deren Bedingungen auseinander gesetzt. Die eine Möglichkeit ist, ein Buch für relativ kleines Geld auf den Markt zu bringen, dabei räumen sich die Anbieter aber weitreichende Rechte an den Inhalten ein — manche sogar bis hin zur Aufführung und Sendung, das halte ich nicht für akzeptabel. CreateSpace tut das nicht und die Rechte verbleiben beim Autor.
Die Alternative ist, die Rechte zu behalten, dann aber in Sachen Druck finanziell nicht unerheblich in Vorleistung treten zu müssen. Soweit ich das bislang überblicken konnte, fällt das bei der Amazon-Variante ebenfalls weg. Ich werde mich einlesen und berichten.
Aber diese deutlichen Unterschiede mag der Kommentierende möglicherweise irgendwie nicht mitbekommen haben … ;o)
CreateSpace-Logo Copyright CreateSpace und Amazon.com
Trailer: James Bond 007 — SKYFALL
Bond, James Bond geht ins fünfzigste Jahr, der nächste Film, in dem Daniel Craig zum dritten Mal den britischen Geheimagenten mit der Lizenz zum Ausknipsen spielen wird, trägt den Titel SKYFALL. Sony Pictures rückt einen Teaser raus.
Persönlich würde ich mir wünschen, dass es mit dem dritten Craig dann auch gut ist mit dem 007-Reboot und zukünftige Filme in Sachen Humor und Unrealismus wieder deutlich zulegen. Denn das waren meiner Ansicht nach die Basiszzutaten für Bond-Filme. Das, was sie da mit Craig machen, ist zwar ganz unterhaltsam und dichter an Flemings Original, macht allerdings aus Bond einfach nur noch beliebige Agentenfilme und davon gab und gibt es schon mehr als reichlich.
Zwei neue Genre-Serien bei ABC
Im 2012er Serien-Lineup des US-Senders ABC finden sich zwei Shows, die man zum Genre zählen kann, sie werden im Herbst diesen Jahres starten. Zum einen 666 PARK AVENUE, eine Horror– oder Gruselserie, sowie LAST RESORT, hier handelt es sich um eine »Near Future«-Thematik.
666 PARK AVENUE erzählt von einem sehr alten Appartmenthaus namens »The Drake«, einer New Yorker Nobeladresse. Ein Pärchen wird angeheuert, um das Haus zu leiten, es kommt zu mysteriösen Vorfällen, bei denen zuerst noch niemand daran glauben mag, dass es sich um Übernatürliches handelt. Was niemand weiß: der Teufel selbst ist es, der für den erstaunlichen Erfolg der Bewohner der Appartements sorgt, doch dieser Pakt hat seinen Preis …
Prominent sind hier an Schauspielern wohl Terry O´Quinn (LOST, HAWAII 5-o) zu nennen, der den Besitzer des verfluchten Hauses verkörpert, sowie Vanessa Williams, die seine Frau darstellt. In weiteren Rollen sind zu sehen: Rachael Taylor und Dave Annable (spielen das Verwalterehepaar) sowie Mercedes Masöhn und Robert Buckley als Drehbuchautor und Fotografin.
(Hier klicken, um das eingebettete Video zu sehen)
LAST RESORT spielt in einer nahen Zukunft, in der die USA instabil geworden sind und verfolgt die Abenteuer des Atom-U-Boots USS Colorado. Die Besatzung verweigert einen Befehl zum Einsatz ihrer Atomwaffen, bringen danach einen NATO-Posten auf der Insel Sainte Marina unter Kontrolle und rufen sich zum eigenständigen Staat und zur Atommacht aus.
Das Drehbuch schrieben Shawn Ryan und Karl Gajdusek, Regie beim Piloten führt Martin Campbell, es spielen unter anderem Scott Speedman, Robert Patrick und Jessy Schram. Ausführender Produzent ist ebenfalls Shawn Ryan (THE SHIELD).
(Hier klicken, um das eingebettete Video zu sehen)
Das klingt für mich beides nur semi-attraktiv, mal abwarten, was sie daraus machen …
Das Bild des Tages: Ijon Tichy und die analoge Halluzinelle
Das ist meiner Ansicht nach eins der geilsten Fotos von der FedCon überhaupt, auf jeden Fall ist es für mich das Bild des Tages: ein Paar in Outfit des »Held von Kosmos« Ijon Tichy — aus der ZDF-Comedy-SF-Serie IJON TICHY: RAUMPILOT sehr frei nach Lem — zusammen mit der analogen Halluzinelle (die auch souverän ein metallenes Nudelsieb auf dem Kopf trug, was man auf dem Bild leider nicht sehen kann). Ganz großes Kino, leider haben die beiden mir erzählt, dass das außer mir nur noch ein anderer Teilnehmer erkannt hat.
Bild von mir, CC BY-NC-SA
DIABLO 3-Start: Blizzard räumt Fehler ein
Der lautstarke Gegenwind und die massiven Kritiken aus den Reihen der Kunden aufgrund der schlecht oder nicht erreichbaren Login-Server während des Starts des lang erwarteten hack&slay-Spiels DIABLO 3 veranlasst Blizzard zuzugeben, dass man offenbar in Sachen Serverinfrastruktur deutlich gepatzt hat:
As many of you are aware, technical issues occurring within hours after the game’s launch led to players experiencing error messages and difficulty logging in. These issues cropped up again last night for the Americas and Europe servers. Despite very aggressive projections, our preparations for the launch of the game did not go far enough. […]
We greatly appreciate everyone’s support, and we want to sincerely apologize for the difficulties many of you encountered on day one.
Wie viele von euch bemerkt haben, führten technische Probleme in den Stunden nach dem Start dazu, dass Spieler Fehlermeldungen zu sehen bekamen und Schwierigkeiten hatten, sich einzuloggen. Diese Probleme traten in der letzten Nach auf den amerikanischen und europäischen Servern erneut in Erscheinung. Trotz sehr aggressiver Planungen gingen unsere Vorbereitungen auf den Start nicht weit genug.
Wir freuen uns sehr über die Unterstützung die uns zuteil wird, und wir möchten uns ehrlich für die Schwierigkeiten entschuldigen, mit denen viele von euch am ersten Tag zu kämpfen hatten.
»Aggressive Prognosen« bedeutet wohl, dass man vor dem Launch der Ansicht war, mehr als genug Serverkapazität zur Verfügung zu stellen und damit dann auf die Nase gefallen ist. Peinlich.
Aufgrund der aktuellen Probleme verschiebt Blizzard den Start des Echtgeld-Auktionshauses, der ursprünglich für den 22. Mai geplant war, nach hinten. Einen neuen Termin gibt es nicht. Derweil wächst die Zahl der negativen Besprechungen bei Amazon stetig an.
Damit sind auch die Thesen der Fanbois widerlegt, dass man sich nicht so haben möge und das Spiel doch eigentlich toll ist. Wenn sogar Blizzard in dieser Weise vor den Spielern Kotau macht, dürfte auch dem Letzten klar werden, dass so einiges nicht stimmt im Lande Sanctuary …
Logo DIABLO 3 Copyright Blizzard Entertainment
Trailer: ARROW
Den ersten Trailer gibt es zur neuen CW–Serie ARROW nach den GREEN ARROW–Comics von DC zu sehen. Stephen Amell spielt die Rolle des Vigilanten Oliver Queen. ARROW wird einen Sendeplatz vor SUPERNATURAL erhalten.
DIABLO 3 wird für Blizzard zum PR-Desaster
Nachdem die Server zum Start von DIABLO 3 stundenlang nicht erreichbar waren, besserte sich die Lage im Verlauf des ersten Tages, um dann Abends wieder für viele Spieler nicht erreichbar zu sein.
Das Problem dabei ist: obwohl es sich um ein Offlinespiel handelt (da der Onlinemodus erst noch nachgeliefert wird), muss zwingend eine Verbindung zum Server bestehen, sonst verweigert das Spiel die Funktion. Um es nochmal ganz klar zu sagen: ohne Onlineverbindung kann man DIABLO 3 nicht spielen, fällt also die Internetverbindung aus, oder hat man keine oder sind die Login-Server Blizzards nicht erreichbar, dann kann man das für 50 Euro erworbene Produkt nicht nutzen und schaut in die Röhre.
Dass Blizzard offensichtlich nicht in der Lage ist, ausreichend Serverkapazität zur Verfügung zu stellen ist überaus blamabel und weitet sich derzeit zu einer Public Relations-Katastrophe ersten Ranges aus, da die Kunden ihem Ärger laut und deutlich im Web Luft machen.
Auf Amazon beispielsweise kamen innerhalb von kürzester Zeit über 500 negative ein-Stern-Kritiken zusammen (zum Zeitpunkt da dieser Artikel geschrieben wurde), die sich über das Verhalten Blizzards beschwerten.
Erneut zeigt sich, dass der ehrliche Kunde der Dumme ist und nach Strich und Faden verarscht wird. Wenn derart frustrierte Kunden in Zukunft lieber zweimal überlegen, ob sie ein kastriertes Spiel kaufen undd das lieber sein lassen, sind an den Umsatzeinbußen natürlich wieder die bösen Raubkopierer schuld …
Boxshot DIABLO 3 Copyright Activision Blizzard
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